Ein Mindestvermögen ist bundesgesetzlich nicht normiert. Entscheidend ist, dass gemäß Paragraph 80 Absatz 2 BGB die dauernde und nachhaltige Erfüllung des Stiftungszwecks damit gesichert erscheint. Die Praxis der föderalistisch organisierten Stiftungsaufsichten unterscheidet sich dabei teilweise deutlich: Das Bayerische Staatsministerium des Innern fordert in der Regel ein Grundstockvermögen zwischen 50.000 Euro bis 100.000 Euro. Die Bezirksregierung Köln verlangt ebenfalls mindestens 50.000 Euro. Das Land Rheinland-Pfalz orientiert sich an der Kapitalausstattung einer GmbH und fordert eine Kapitalausstattung in Höhe von mindestens 25.000 Euro.

Als Vermögenswerte können Bareinlagen, Grundstücke, Forderungen, Wertpapiere, Kunstgegenstände, Unternehmensanteile und sonstige Rechte in die Stiftung eingebracht werden. Die anfangs bereitgestellten Vermögenswerte werden als Grundstockvermögen bezeichnet. Wichtig ist, dass die Vermögenswerte unwiderruflich auf die Stiftung übertragen werden und das Grundstockvermögen dauerhaft erhalten wird. In Ausnahmefällen kann das Vermögen auch für einen bestimmten Zweck verbraucht werden („Verbrauchsstiftung“).