Laut einer Studie von Sportfive aus dem Jahre 2007 bezeichnen sich 76 Prozent der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland als fußballinteressiert. Ein Blick in die Stiftungspraxis zeigt, dass eine Reihe in der Öffentlichkeit stark diskutierter Themen sich jeweils mit einer zeitlichen Verzögerung von mehreren Jahren in Stiftungserrichtungen und damit Stiftungszwecken wiederfinden. Dem Fußball kommt dabei eine zunehmend bedeutsame ökonomische Rolle zu, sowie die zunehmende Erwartungshaltung von außen, den wirtschaftlichen Erfolg durch soziales Engagement „moralisch“ abzusichern. Der Gesamterlös der 1. Fußball-Bundesliga hat sich in der letzten Dekade verdoppelt – in der Saison 2011/12 wurden fast 2,1 Milliarden Euro umgesetzt. Für den Zeitraum von 2013 bis 2017 erhalten die 36 Lizenzvereine und Clubs der Fußball-Bundesliga für ihre Übertragungsrechte eine Rekordsumme in Höhe von 2,5 Milliarden Euro. Laut der jüngsten DFB-Mitgliederstatistik sind derzeit 6.822.233 Spieler in 25.456 Vereinen registriert und am Spielbetrieb nehmen aktuell 165.229 Mannschaften teil.

Diese Kennzahlen unterstreichen beispielhaft den gesellschaftlichen Stellenwert des Fußballs in Deutschland. Die Popularität der Sportart bietet den beteiligten Akteuren unterschiedlichste Möglichkeiten, sich sozial und gesellschaftspolitisch zu engagieren, und, im Sinne von CSR-Konzepten, kommunikative und letztlich wiederum ökonomische Ziele zu erreichen.

Fußball-Stiftung

Stiftungen des bürgerlichen Rechts oder stiftungsähnliche Rechtsformen (Treuhandstiftungen, gGmbHs), die von juristischen oder natürlichen Personen aus dem Bereich des Fußballs errichtet wurden.