12. Mai 2015

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB), die Nationalmannschaft und die Bundesregierung unterstützen bundesweit Amateurvereine bei der Finanzierung von Fußballangeboten für Flüchtlinge. Die gemeinsame Initiative „1:0 für ein Willkommen“ ist stark gestartet. Am Dienstag, 12. Mai, überreichten Staatsministerin Aydan Özoguz und Wolfgang Watzke, Geschäftsführer der DFB-Stiftung Egdius Braun, einen Scheck an den Hamburger Klub TSV Wandsetal. 600.000 Euro stellen die DFB-Stiftung, die Nationalmannschaft und die Bundesregierung bereit. 2015 und 2016 werden so jeweils 600 unterschiedliche Vereine gefördert, die etwa Flüchtlingskinder aufnehmen, anfangs den Mitgliedsbeitrag übernehmen, Fahrdienste und Sprachkurse organisieren oder Trikots und Fußballschuhe kaufen.

Staatsministerin Aydan Özoguz und Wolfgang Watzke, Geschäftsführer der DFB-Stiftung Egdius Braun, überreichten dem Hamburger Klub TSV Wandsetal einen Scheck zur Unterstützung seiner Flüchtlingsinitiative

Staatsministerin Aydan Özoguz und Wolfgang Watzke überreichten dem TSV Wandsetal einen Scheck zur Unterstützung seiner Flüchtlingsinitiative

Im Bundeskanzleramt hatte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach Ende März gemeinsam mit Özoguz die Initiative „1:0 für ein Willkommen“ vorgestellt. Sieben Wochen später ist der TSV Wandsetal der 270. Fußballklub, dem die beantragte Starthilfe schnell und unbürokratisch überwiesen wurde.

„Mehr Menschen fliehen zu uns, weil Krieg, Gewalt und Verfolgung in der Welt nicht enden wollen. Die Menschen haben unvorstellbares Leid erlebt und brauchen unseren Schutz. Und sie brauchen Unterstützung im Alltag und Kontakt zu den neuen Nachbarn. Zahlreiche ehrenamtliche Initiativen bemühen sich, den Flüchtlingen das Ankommen in Deutschland zu erleichtern und einen ersten Kontakt zur Aufnahmegesellschaft herzustellen. Auch die Fußballvereine helfen: Sie organisieren Solidaritätsturniere, Kleiderbörsen und offene Fußballangebote und tragen so zur Integration der Flüchtlinge bei. Dafür bin ich den Vereinen sehr dankbar! Und deshalb fördere ich die Initiative ‚1:0 für ein Willkommen‘“, erklärte die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoguz.

Stellte mit DFB-Präsident Wolfgang Niersbach Ende März die Initiative „1:0 für ein Willkommen“ im Bundeskanzlerarmt vor: Staatsministerin Aydan Özoguz

Stellte mit DFB-Präsident Wolfgang Niersbach die Initiative „1:0 für ein Willkommen“ im Bundeskanzlerarmt vor: Staatsministerin Aydan Özoguz

Die Fördermittel können bei der Stiftungsgeschäftsstelle in Hennef beantragt werden. Über die Vergabe der Mittel entscheiden die zuständigen Stiftungsgremien. Bei der bundesweiten Verteilung der Fördergelder wird darauf geachtet, dass das Geld in den einzelnen Bundesländern jeweils entsprechend der Anzahl der aufgenommenen Flüchtlinge ankommt.

„Wir wollen mit der Initiative ‚1:0 für ein Willkommen‘ als Fußballer ein Zeichen  setzen. Dies tun wir, indem wir unsere Vereine weiter motivieren, auf Menschen zuzugehen, die in größter Not zu uns nach Deutschland kommen“, sagte Wolfgang Watzke. „Diese Menschen in die Klubs aufzunehmen, ist zunächst einmal nichts Besonderes, sondern ganz normale Vereinsarbeit. Die Ausnahmesituation von Flüchtlingen erfordert aber zusätzlichen, auch materiellen Aufwand. Diese Belastung wollen wir mit unserer Starthilfe für Vereine etwas abfedern.“

Beim TSV Wandsetal trainieren mittlerweile 35 junge Flüchtlinge unter Leitung des ehemaligen iranischen Nationaltorwarts Mansour Ghalami. Begleitend zur Initiative hat der DFB die Broschüre „Willkommen im Verein! Fußball mit Flüchtlingen“ herausgegeben, die Tipps und Hinweise für die Vereinsarbeit, insbesondere zu Fragen nach Spielberechtigung, Versicherung und Ehrenamt, bereitstellt.

Will mit der Initiative ‚1:0 für ein Willkommen‘ ein Zeichen setzen: Wolfgang Watzke

Will mit der Initiative „1:0 für ein Willkommen“ ein Zeichen setzen: Wolfgang Watzke