13. März 2015

60 Jahre nach dem „Wunder von Bern“ gewann Hansi Flick an der Seite von Bundestrainer Joachim Löw mit der Nationalmannschaft im vergangenen Sommer die Fußball-Weltmeisterschaft. Gestern begab sich der heutige DFB-Sportdirektor in Weinheim an der Bergstraße auf die Spuren von Sepp Herberger. Im Dienste der Sepp-Herberger-Stiftung besuchte Flick die Sepp-Herberger-Grundschule im Stadtteil Hohensachsen. Mehr als 120 Kinder bereiteten ihm einen großartigen Empfang.

Inmitten der Schulgemeinschaft - DFB-Sportdirektor Hansi Flick (copyright Carsten Kobow)

Weinheim  – Die Sepp-Herberger-Grundschule ist die einzige Schule in Deutschland, die nach dem ehemaligen Bundestrainer (1936-1964) benannt wurde. Herberger selbst hat bis zu seinem Tode viele Jahre seines Lebens unweit der Schule in der heutigen Sepp-Herberger-Straße gelebt. Nicht nur in Hohensachsen ist er unvergessen, ist Vorbild für das Leben und Lernen innerhalb der Schule. „Wir besuchen mit unseren Kindern regelmäßig das Grab der Eheleute Herberger und beschäftigen uns im Unterricht mit Sepp Herberger und dem ‚Wunder von Bern‘“, sagt Rektorin Anja Hott. Unterstützt wird die Schule bei ihrem Wirken von der Sepp-Herberger-Stiftung. „Mindestens einmal im Jahr veranstalten wir gemeinsam einen Aktionstag. In den vergangenen Jahren waren bereits Steffi Jones, Horst Eckel, Uwe Seeler und Michael Herberger zu Besuch in der Schule und haben mit den Kindern einen Vormittag verbracht“, erklärt der stellvertretende Stiftungsgeschäftsführer Tobias Wrzesinski.

Flick: „Engagement der Schule ist großartig!“

Am gestrigen Donnerstag (12. März) war es dann erneut soweit: Mehr als 120 Kinder erwarteten gemeinsam mit ihren Lehrerinnen freudig die Ankunft des prominenten Gastes. Auch zahlreiche Eltern und Geschwisterkinder hatten den Weg in die Sporthalle der Schule gefunden. Die Aufregung war groß, als Hansi Flick dann tatsächlich die Halle betrat. Die Kinder bereiteten ihm mit ihrer Schulhymne “Unsere Schule hat einen Namen, nach Sepp Herberger ist sie benannt” einen lautstarken und stimmungsvollen Empfang. Anschließend stellten sie dem DFB-Sportdirektor viele Fragen zu seiner sportlichen Laufbahn. Klar, dass der Gewinn des WM-Titels im vergangenen Sommer dabei im Fokus stand. „Wir hatten eine spielstarke Mannschaft, mit großem Teamgeist und im Campo Bahia eine Oase zum Krafttanken“, berichtete Flick, der bei einem anschließenden Torwandschießen vier Mal traf. Für den früheren Bundesliga-Profi war es ein richtiges Heimspiel. Im nahen Heidelberg geboren, lebt er heute mit seiner Familie etwa 30 Kilometer von der Schule entfernt. „Ich bin hier aufgewachsen und nach meiner aktiven Zeit als Spieler gerne in die Region zurück gekommen“, so der 50-Jährige. „Es ist schön, dass hier in der Schule das Andenken an Sepp Herberger intensiv gepflegt wird. Ein großartiges Engagement!“

Begehrte Unterschrift vom Fußball-Weltmeister

Begehrte Unterschrift vom Fußball-Weltmeister

Bei einem Sportparcours luden die Kinder ihren Gast zum Mitmachen ein

Bei einem Sportparcours luden die Kinder ihren Gast zum Mitmachen ein

Stolze Autogrammjäger - die Kinder der Sepp-Herberger-Grundschule

Stolze Autogrammjäger – die Kinder der Sepp-Herberger-Grundschule

Nach der Gesprächsrunde mit den Kindern begleitete Flick einen Sportparcours mit verschiedenen Stationen, dabei bildeten sich lange Schlangen um den Fußball-Weltmeister. Jeder wollte eine Unterschrift und ein gemeinsames Foto ergattern. Zum Abschluss der Veranstaltung besuchte Flick zusammen mit DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann und Michael Herberger das unweit gelegene frühere Wohnhaus des ,,Chefs“ und den Bergfriedhof, wo Sepp Herberger neben seiner Frau Eva begraben liegt.

Zu Besuch im früheren Herberger-Wohnhaus - DFB-Sportdirektor Hansi Flick

Zu Besuch im früheren Herberger-Wohnhaus – DFB-Sportdirektor Hansi Flick

Auf dem Bergfriedhof liegen Sepp und Eva Herberger begraben

Auf dem Bergfriedhof liegen Sepp und Eva Herberger begraben